Alles über Tequila

Tequila ist ein typischer mexikanischer Agavenbrand, der fest zur mexikanischen Kultur gehört und als Handwerkskunst und Nationalstolz gleichzeitig gilt. Auf dieser Seite erfahren Sie alles Wissenswerte rund um echten mexikanischen Tequila und seine 3 besonderen Kategorien: Blanco, Reposado und Añejo.

Was ist Tequila?

Viele wissen es zwar nicht – aber Tequila ist tatsächlich eine geschützte Bezeichnung. Nur, wenn ein Agavenbrand aus der hochwertigen Blauen-Weber-Agave in der Region des Bundesstaates Jalisco hergestellt und abgefüllt wird, darf er sich Tequila nennen. Ein Tequila ist dabei der wohl bekannteste Vertreter der mexikanischen Spirituose Mezcal.
Jede eigene Tequila-Sorte wird aus dem Herzen der Agave gewonnen, jedoch unterscheidet man zwischen den Arten 100% Agave und dem sogenannten „Mixto“. Der „Mixto“ wird entgegen der reinen Variante aus mindestens 51% Agavenzucker hergestellt und kann auch mit günstigerem Zucker gemischt werden – was den furchtbaren Kater bei diesen preisgünstigen Tequilas erklärt.

Welche Tequila-Sorten gibt es?

Für Einstieger in den Tequila-Genuss sind besonders die folgenden Bezeichnungen interessant: Blanco/Silver/Plata, Reposado/Gran Reposado, Añejo und Extra- Añejo. Die Bezeichnungen beziehen sich auf die je unterschiedliche Dauer der Lagerung der Tequilas. Wo ein Tequila Blanco, Silver oder Plata sofort nach der Herstellung abgefüllt werden, reift ein Reposado mindestens 1 Jahr, ein Añejo 3 Jahre und ein Extra- Añejo sogar mehr als 3 Jahre. Gelagert werden die unterschiedlichen Tequila-Sorten je nach Hersteller in unterschiedlichen Eichenholzfässern (Steineiche, Weißeiche, amerikanische/ kanadische/französiche Eiche). Bekannter dürften da die Bezeichnungen Tequila Silver und Tequila Gold sein. Die Varianten Silver und Gold sind üblicherweise „Mixtos“, wobei Tequila Gold für gewöhnlich lediglich einen weißen Tequila Mixto bezeichnet, der mit Aroma- und/oder Farbstoffen angereichert wurde.

Tequila als Kulturgut Mexicos

Der Tequila ist in seinen hochwertigen Variationen fest in der mexikanischen Kultur verankert. Der Agavenbrand wird nicht nur zu Genusszwecken, sondern auch zur Betäubung bei Zahnschmerzen, Erkältungsbehandlung und in vielen weiteren Alltagssituationen verwendet. Natürlich wird in Mexiko nur der original mexikanische Tequila aus 100% Agave getrunken, der bei jedem sozialen Event zum festen Bestandteil der Getränkekarte gehört. Tequila Mixtos findet man dagegen so gut wie gar nicht. Jedoch gibt es besonders in ländlichen Gegenden eine große Auswahl an köstlichen Tequila-Mischgetränken.

Bereits für die Ureinwohner Mexicos gehörte der Tequila in seiner Urform als Mezcal oder Pulque fest zu Kultur und Geschichte dazu. In den letzten 300 – 400 Jahren wurde der Agavenbrand dabei über die europäische Brau- und Destillationskunst weiter verfeinert. Im neusten Trend unter den Tequila-Herstellern kommen besonders verschiedene Lagerungsaromen zum Einsatz. So werden manche Tequilas während der Lagerung umgefüllt (wie bei Tequila Huizache, der in zwei Fässern gereift wird), während andere in „gebrauchten Fässern“ (z.B. Sherry-Fässer beim Herencia de Plata) gelagert werden, um eine zusätzliche Geschmacksnote zu erhalten.

Tequila im Aufschwung

Tequila war immer schon weit mehr als der Shot mit Zitrone und Salz, der einen furchtbaren Kater am nächsten Tag verursacht, und gehört zu den hierzulande am meisten unterschätzen Spirituosen. Jedoch ändert sich das Image des Agavenbrandes langsam zu dem eines qualitativ hochwertigen Produktes, dessen Cocktail-Variationen unerschöpflich sind. In den USA, China und England ist die Nachfrage mittlerweile sogar so hoch, dass sich einer der weltgrößten Hersteller von Tequila 2018 aus dem deutschen Markt zurückgezogen hat, um die Nachfrage in den anderen Märkten besser bedienen zu können. Tequila ist im kommen – und zwar zurecht!

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